Abdichten und Auffangen
Die wöchentliche Ausbildung der Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr Lostau stand diesmal unter dem spannenden und praxisnahen Thema „Abdichten und Auffangen“. Die Ausbildungseinheit wurde vom Kameraden Stephan Hesseling geleitet, der für diesen Zweck ein ebenso kreatives wie herausforderndes Übungsobjekt vorbereitet hatte.
Das Übungsobjekt bestand aus einer Konstruktion aus defekten Stahlflaschen, welche durch mehrere Rohre miteinander verbunden waren. Das Objekt war so präpariert, dass bei Wasserzufuhr zahlreiche Leckagen aus unterschiedlichsten Richtungen und Höhen auftraten.
Ziel der Übung war es, im Team das Objekt so gut wie möglich abzudichten und gleichzeitig die austretende Flüssigkeit gezielt aufzufangen – und zwar unter Einsatz aller im HLF 20 mitgeführten Materialien. Dabei war insbesondere auch kreatives Denken und unkonventionelles Handeln gefragt.
Mit dem Kommando „Wasser marsch!“ begann die Übung. Schlagartig setzte das Objekt die Kameradinnen und Kameraden durch wild verspritzendes Wasser unter Druck – buchstäblich.
Unverzüglich wurden verschiedenste Auffangmöglichkeiten zum Objekt gebracht. Parallel dazu begann das Team mit dem Abdichten der Leckagen sowie umliegender Einläufe in die Kanalisation. Dabei zeigte sich schnell, wie kreativ die Einsatzkräfte bei der Wahl ihrer Mittel vorgingen.
Trotz aller Bemühungen gelang es aufgrund der Vielzahl an Leckagen nicht, das Objekt vollständig abzudichten. Deshalb wurde der Schwerpunkt auf das gezielte minimieren der Leckage und das Umlenken des Wassers in die Auffangbehältnisse verlagert – mit Erfolg. Ein einfacher Müllsack erwies sich als äußerst effiziente Notlösung.
Zum Abschluss der Übung gaben Stephan Hesseling und der ebenfalls anwesende stellvertretende Gemeindewehrleiter Guido Steffens noch einige wertvolle Tipps, die sich auch im Realeinsatz bewähren können. So wurde z. B. die Möglichkeit erwähnt, einen Feuerwehrschlauch aufzutrennen und dessen innenseitige Gummierung als Dichtmaterial zu verwenden – eine Maßnahme, die im Ernstfall durchaus praktikabel sein kann.
In einer abschließenden Auswertungsrunde hatte jeder Teilnehmer die Gelegenheit, seine Eindrücke und Erkenntnisse zu schildern. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv – die Übung wurde als sehr lehrreich, abwechslungsreich und stellenweise sogar amüsant wahrgenommen.
Im Anschluss wurde noch gemeinsam eine Nachbereitung der Einsatzgeräte vorgenommen, die beim LKW-Brand auf der A2 am vergangenen Wochenende im Einsatz waren. Die Pflege und Kontrolle der Gerätschaften rundete die Ausbildungseinheit sinnvoll ab. Die Ausbildung endete gegen 20:00 Uhr. Die Einheit war nicht nur fachlich fundiert, sondern förderte auch Teamarbeit, Improvisationstalent und Kreativität – allesamt wichtige Eigenschaften für den Einsatzdienst in der Feuerwehr
Ab dieser Stelle sei erwähnt, dass wir als Feuerwehr weiterhin auf der Suche nach Verstärkung sind. Wenn du Lust auf diese ehrenvolle und spannende Tätigkeit hast, bist du herzlich eingeladen, bei unserem nächsten Dienstabend vorbeizuschauen – immer montags ab 18:00 Uhr.
Wir freuen uns auf dich!
Fotoserien
Ausbildung - Abdichten und Auffangen (10.04.2025)
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