Rettungsmittel im Vergleich

16.​06.​2025

Am Montagabend fand der planmäßige Ausbildungsdienst der Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr Lostau statt. Ausbildungsleiter Florian Furgber begrüßte zu Beginn alle teilnehmenden Kameradinnen und Kameraden im Feuerwehrgerätehaus und stellte die Inhalte des heutigen Dienstabends vor.

Besonders erfreulich war die Anwesenheit von zwei neuen Gesichtern aus dem Wohngebiet Grabenbruch, die beim Sommerfest der Apotheke Lostau auf die Feuerwehr aufmerksam geworden waren und spontan zugesagt hatten, beim nächsten Dienst dabei zu sein. Vielen Dank, Felix und Torsten, für eure Teilnahme! Wir hoffen, ihr konntet ein paar positive Eindrücke mitnehmen – und vielleicht gelingt es euch ja, den einen oder anderen aus der Nachbarschaft ebenfalls für unser Ehrenamt zu begeistern.

Die Ausbildung wurde im Stationsbetrieb durchgeführt und in zwei fachlich anspruchsvolle Themenbereiche gegliedert:
 

Station 1 – Vergleich Spineboard und Tragetuch / Notfallrucksack

Ausbilder: Niklas Göhring

In dieser Station ging es um die praktische Handhabung und den direkten Vergleich zweier etablierter Rettungsmittel – Spineboard und Tragetuch. Zu Beginn stellte Niklas Göhring die Inhalte des Notfallrucksacks vor und erläuterte die grundlegenden Einsatzoptionen. Anschließend wurde das Spineboard im Einsatz demonstriert: Eine Person wurde darauf fixiert, wobei auf eine patientenschonende Lagerung und sichere Fixierung geachtet wurde. Im Anschluss wurde die Person durch ein enges Treppenhaus nach draußen transportiert. Danach erfolgte derselbe Ablauf mit einem Tragetuch, was den Teilnehmenden einen direkten Vergleich ermöglichte. 

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Bei der anschließenden Auswertung zeigte sich folgendes Fazit:

  • Das Tragetuch ist in engen Treppenhäusern schwieriger zu handhaben, da jeweils eine Person links und rechts tragen muss – was bei engen Platzverhältnissen zu Problemen führen kann.

  • Das Spineboard bietet durch seine hohe Stabilität die Möglichkeit, den Patienten von vorn und hinten nebeneinander zu tragen – wodurch es bei beengten Verhältnissen einen deutlichen Vorteil bietet.


Diese praktische Erkenntnis wurde von den Teilnehmenden als besonders wertvoll für den Ernstfall bewertet.

 

Station 2 – Anbauteile und Beleuchtungseinrichtung der DLK

Ausbilder: Stev Wunderling

An der zweiten Station drehte sich alles um die technischen Anbauteile der Drehleiter (DLK), mit besonderem Fokus auf die Beleuchtungseinrichtung und die Möglichkeiten zur Patientenrettung.

Zu Beginn wurden die Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten im Drehleiterkorb erläutert. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem korrekten Anlegen der Petzl-Absturzsicherung. Die Kameradinnen und Kameraden erhielten eine Einweisung in das sichere Arbeiten in luftiger Höhe und konnten anschließend das sachgemäße Anlegen und Einhängen der Sicherung praktisch üben. Im weiteren Verlauf wurde gemeinsam die Großflächenbeleuchtungseinrichtung Setolite ALDEBARAN® aufgebaut und einem Funktionstest unterzogen. Dabei wurde auf die richtige Positionierung, Stromversorgung und Lichtwirkung in verschiedenen Einsatzlagen eingegangen.

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Im Anschluss folgte die praktische Vorführung der Krankentragelagerung (KTL). Diese dient der sicheren Patientenaufnahme in einer Schleifkorbtrage bzw. auf einer Krankentrage vom Rettungsdienst. Die einfache Variante ist für ein Gewicht von bis zu 150 kg ausgelegt, die Schwerlastvariante sogar für bis zu 270 kg. Stev Wunderling vermittelte den Kameradinnen und Kameraden dabei zahlreiche Tipps und Tricks, etwa zur stabilen Aufhängung, zur Sicherung der Trage und zur Einweisung des Maschinisten während der Rettung.
 

Der Ausbildungsdienst verband Theorie und Praxis auf hohem Niveau und bot sowohl erfahrenen Kräften als auch unseren interessierten Gästen einen spannenden Einblick in wichtige rettungsdienstliche und technische Aspekte der Feuerwehrarbeit. Die praxisnahen Übungen stärkten nicht nur die Handlungssicherheit, sondern auch das Bewusstsein für situationsangepasste Auswahl und Nutzung der Rettungsmittel.